NARCONON Bayern e.V. Mitglied im Verband A.B.L.E International (Association for Better Living & Education) ... für ein Leben ohne Drogen
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Das NARCONON-Selbsthilfeprogramm
Ziel und Anspruch von NARCONON ist es, dass Menschen ihr Leben frei und glücklich ohne Drogen leben können. Dies schließt eine Verwendung von Ersatzdrogen aus. Daher auch der Name NARCONON von narcotics = Drogen + non = nicht, keine.

Wir sehen in Teilnehmern des NARCONON-Programms weder "Patienten", noch "Opfer" oder "Abhängige" sondern individuelle Persönlichkeiten, die sich entschieden haben, dem Drogenkonsum vollständig zu entsagen, um bessere Lösungen zu finden.

Das NARCONON-Selbsthilfeprogramm setzt sich zusammen aus mehreren aufeinander aufbauenden Schritten. Die soziale Komponente bilden gemeinsame Arbeiten, Projekte und Freizeitgestaltung, sowie gegenseitige Verantwortung und Hilfe. Sollte ein körperlicher Entzug nötig sein, kann dieser in einer dafür ausgestatteten Narconon-Einrichtung erfolgen.

 SCHRITT 1  Kommunikation

Dieser Programmschritt dient der Wiedergewinnung bzw. Steigerung von Kommunikationsfähigkeit. Theoretische Grundlagen und praktische Übungen erhöhen die Fähigkeit des Programmteilnehmers aus einer bequemen Position heraus, Kommunikation zuzulassen sowie Defizite auf zwischenmenschlicher Basis auszugleichen. Er gewinnt Gelassenheit und Selbstsicherheit auch gegenüber aufkommenden Anspannungen oder Konfliktsituationen im Alltag und kann diese kontrollierter handhaben.

Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit steht ganz am Anfang des NARCONON-Programmes, da dies das Vorankommen auf den weiteren Schritten und die soziale Integration fördert.


 SCHRITT 2  Fitness- & Saunaprogramm

Mittlerweile gilt als wissenschaftlich belegt, dass sich Drogen und giftige Substanzen im menschlichen Körpersystem, vor allem im Fettgewebe, ablagern. Besonders länger andauernder Drogenkonsum kann also auch nach Jahren trotz Abstinenz zu negativen Erscheinungen im geistigen, emotionalen und physischen Zustand eines Menschen führen.

Häufig berichtete, subjektiv erfahrene Auswirkungen nach lang anhaltendem Drogenkonsum sind u. a. Desorientierung, ein unausgeglichenes Gefühlsleben, Ziel- und Lustlosigkeit und ein Mangel an Motivation grundlegend aktiv zu sein. Gewisse Drogen (z.B. LSD oder XTC) können auch lange nach der Einnahme ein so genannten Flashback (Jargon = Rückblende) erzeugen. Damit ist zu verstehen, dass eine Person noch lange nach der Einnahme von Drogen rauschähnliche Zustände erlebt und in ihrem Denken und Handeln nachteilig beeinflusst werden kann.

Verbleiben Drogenrückstände im Körpersystem können diese z.B. in Zeiten von körperlicher Anstrengung oder Hungergefühl wieder reaktiviert werden, da körpereigene Fette mobilisiert werden, die nun wiederum die gelösten Drogenrückstände im Körpersystem erneut zirkulieren lassen. Somit wird ein erneutes Verlangen nach Drogen stimuliert.

Die Ausscheidung schädlicher Substanzen ist ein einzigartiger Aspekt dieses Programms, da dieses Verfahren darauf abzielt, im Fett abgelagerte, körperfremde Verbindungen zu mobilisieren und deren Ausscheidung zu fördern. Eingeleitet und gefördert wird dieser Vorgang durch ein ausgeklügeltes System von körperlicher Bewegung, Aufenthalten in einer Niedrigtemperatursauna und der Einnahme von speziell dafür zusammengestellten hochdosierten Vitamin- und Minerallstoffkombinationen.


Die angewandte Methode trägt wesentlich dazu bei, die Faktoren für eine Rückfälligkeit entscheidend zu reduzieren. Wir können davon ausgehen, dass eine Abstinenz, die lediglich auf Willensanstrengung und „sich zusammenreißen“ basiert, früher oder später wieder zu Drogenkonsum zurückführt und durch die hier aufgeführten Erläuterungen begünstigt wird.

Teilnehmer dieses Programmschrittes berichten oft, dass sie die Wirkungen von Drogen nochmals verspüren und sich dieses Phänomen dann auflöst, während die Rückstände mobilisiert und aus dem Körper ausgeschieden werden. Nach Abschluss dieses Schrittes berichten sie dann oft über eine erhöhte, klare Wahrnehmung und fühlen sich in eine geistige und körperliche Vitalität zurückversetzt, die sie zuletzt vor ihrer Drogenabhängigkeit erlebten.

Es wurde eigens dafür entwickelt Drogenrückstände zu reduzieren, hat sich aber auch in der Eliminierung anderer toxischer Verbindungen im Körper als äußerst wirksam und effektiv erwiesen. So haben z.B. Feuerwehrleute, die in New York am "Ground Zero" gearbeitet haben und dort vielen Giftstoffen ausgesetzt waren, ein ähnliches Programm durchlaufen. Die Ergebnisse waren auch dort sehr beeindruckend.

Da dies ein sehr intensiver Programmschritt ist, erfordert er die explizite Zustimmung eines Arztes, da evtl. gesundheitliche Aspekte berücksichtigt werden müssen. Wie schon zu Anfang angesprochen führt diese Methode bei den Teilnehmern zu deutlichen Verbesserungen des allgemeinen Wohlbefindens und ist ein grundlegender Baustein, um in ein drogenfreies Leben zurückzukehren.

Beispielhafte Kurve der Ausscheidung von Kokainrückständen aus dem Körper. Nach 40 Tagen auf dem Programm
 SCHRITT 3  Lernverbesserung

Dieser Schritt lehrt den Programmteilnehmer Methoden, die seine Fähigkeiten erhöhen, Hindernisse und ggf. Defizite beim Aneignen von Wissen aufzulösen und somit die Freude und Bereitschaft an zukünftigem Lernen und beruflicher Fortbildung wiederzugewinnen.

Die meisten Teilnehmer haben durch Schulabbruch, Abbruch der Lehre, o.ä. erfahrungsgemäß die Bereitschaft zum Lernen verloren. Daher ist die Wiederherstellung dieser Bereitschaft ein wesentlicher Schritt für die persönliche und berufliche Entwicklung. Es wird vermittelt, wie man selbständig lernen und sich jegliche Wissensgebiete aneignen kann.


 SCHRITT 4  Kommunikation & Wahrnehmung

Drogen führen oft zu einer Desorientierung und beeinträchtigten die Wahrnehmung der unmittelbaren Umgebung. Dieser Programmschritt stellt die Bereitschaft und Fähigkeit wieder her, die eigene Umgebung bewusster wahrzunehmen und mit seiner Umwelt geistig gegenwärtiger zu kommunizieren. Dieser Programmteil hilft dem Teilnehmer sich eine objektivere Einschätzung ihrer jetzigen Position zu erarbeiten, aus der heraus sie selbstbestimmter agieren kann.

 SCHRITT 5  Auf und Ab im Leben

Oft stehen Abhängige in Verbindung mit Personen, die selbst Drogen konsumieren oder zu Drogenkonsum und Kriminalität ermutigen. Drogen lassen Abhängige offen und wahllos werden gegenüber destruktiven Einflüssen, auch wenn sie im Wesen selbst konstruktiv veranlagt sind. Die persönliche Einschätzung von richtig und falsch schwindet.

In diesem Programmschritt erhält der Programmteilnehmer sozusagen das Know-how, soziale und unsoziale Personen und Gruppen zu unterscheiden und erhält damit einen Richtschnur, um im zukünftigen Leben wahre Freunde zu erkennen. Das hilft dabei, sich aus eigenem Erkennen heraus aus potentiell negativen Einflüssen zu lösen, die eine bisherige persönliche Verbesserung im Leben verhinderten.


  SCHRITT 6  Persönliche Werte & Integrität

Dieser Programmschritt gibt dem Teilnehmer die Grundlagen und praktischen Anleitungen, die er benötigt, um die Umstände seines weiteren Lebens zu verbessern. Es geht um persönliche Integrität, Ehrlichkeit sich und anderen gegenüber. Das Ziel dieses Programmabschnittes ist eine Person, die die grundlegende Prinzipien über eine ethische und vernünftige Lebensweise besitzt und sich aufgrund von eigenem Erkennen von destruktiven Handlungen distanzieren und befreien kann.

 SCHRITT 7  Zustände im Leben verbessern

An dieser Stelle lernt der Teilnehmer seine eigenen Leistungen objektiv einzuschätzen und sich realistische Ziele für seine Zukunft zu setzen. Der Schritt behandelt u. a. die bewusste Auseinandersetzung mit früheren Lebenssituationen, in denen die Person in negative Zustände verwickelt war und keine praktischen Lösungen besaß. Wesentlich und wichtig ist wie bei allen Teilen des NARCONON-Programms, dass das Erlernte im eigenen Leben individuell anwendbar ist und somit zu einer umfangreichen persönlichen Verbesserung führt.

Als Teil dieses Schrittes bereinigt er frühere Verfehlungen, indem er z.B. auf Beteiligte zugeht und persönliche Verfehlungen diesen Leuten gegenüber in Ordnung bringt.


 SCHRITT 8  Der Weg zum Glücklichsein

Da es in den meisten Fällen im Zusammenhang mit Drogenabhängigkeit zu einem Absinken der Einschätzung von falschen und richtigen Verhalten gegenüber dem Leben selbst kommt, sinkt auch damit die eigene Bereitschaft, sich an lebensbejahende Richtlinien und Regeln zu halten, die im Grunde für den Erhalt der Person selbst, ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen aus moralischer Sicht von Bedeutung sind.

Der Weg zum Glücklichsein ist ein abschließender Leitfaden von Regeln, deren Einhaltung grundsätzlich auf der Freiwilligkeit einer Person beruht, ihn im täglichen Leben anzuwenden. Die hier vermittelten Grundsätze entsprechen zeitlosen Moralvorstellungen, die von der Mehrzahl der Menschen in allen Kulturen geteilt werden und sind somit unabhängig von Trends, da sie im wesentlichen auf gesundem Menschenverstand beruhen und nicht auf Dogmen. Der Programmschritt beinhaltet 21 Grundsätze, die zusammengenommen einen nicht-religiösen auf Vernunft gegründeten Moralkodex ergeben.

Die praktische Umsetzung im zukünftigen beruflichen oder privaten Alltag kann einen Menschen in jeder beliebigen Gruppenaktivität zu einem produktiven und vertrauenswürdigen Mitglied werden lassen.


Das Narconon Programm
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PROGRAMMABSCHLUSS


Am Ende des Programms wird mit dem ehemaligen Abhängigen ein umfassender Plan darüber ausgearbeitet, wie er die Wiedereingliederung in sein familiäres und berufliches Leben praktisch umsetzen kann. Er definiert reale Zielsetzungen und formuliert konkrete Schritte, die noch während des Aufenthaltes bei NARCONON meist in Kooperation mit den Angehörigen unternommen werden, damit der zukünftige Absolvent sich nach seinen Vorstellungen verwirklichen kann.

Die Zeitdauer, die für das Programm benötigt wird, ist individuell verschieden. Erfahrungsgemäß kann mit 5-6 Monaten gerechnet werden.

   



Wirksamkeit des Programms ...


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